Ich hab mal einen Menschen kennen gelernt, von dem ich total überwältig und begeistert war…
wir gestanden uns die Liebe …
die absolute und wahrhaftigste die wir je erleben durften.
Eine wahrhaft traumhafte, aufregende und erfüllende Zeit begann.
Doch die währte nicht lange, denn mit der Zeit wurde es immer komplizierter.
Ich wollte immer noch näher an Ihn heran, tiefer in das Leben eindringen, nichts ging schnell genug und allmählich wurde es zur Besessenheit…. zur Krankheit für uns beide, ich war verkrampft durch die Vorstellung diesen Menschen, diese Liebe wieder zu verlieren…
und hab dagegen gekämpft…
weil ich die immer größer werdende Kluft gespürt hab…
wollte mit aller Gewalt Überzeugen…
kämpft um ihn, ohne den Gegner zu kenn…
ohne einen Gegner zu haben….
denn…
der Gegner war ich selbst!
Mit dem nötigen Abstand…
mit weiteren schmerzhaften Erfahrungen, wurde mir bewusst, dass man einen Menschen nicht umklammern darf. Nur weil man zu viel Zeit hat oder sie sich nimmt, um sich in eine Hysterie zu träumen.
Ich wollte in das Leben des anderen einziehen und es durchdringen wie eine Creme, einen ganzen Menschen exklusiv haben.
Um das alte Leben zu verlassen, weil es da jetzt zu wenig gab, was es zu halten wert war.
Gelernt hab ich daraus, dass man ein anderes Leben nicht adaptieren kann.
Und das eigene Leben lieben muss bevor man überhaupt einem andren ein Freund oder ein Partner sein kann.
Denn dann will/muss man nicht mehr einen Menschen einschnüren und ihn aussaugen wie ein Vampir um zu leben, sondern kann ein Mensch auf gleicher Augenhöhe sein.
Dann erst kann alles… aber nichts muss mehr, weil man es will oder vermeidlich braucht.
Wie schön ist doch die Einsicht… und wie schmerzhaft der Weg dort hin.
Doch wie lebenswert wird das eigene Leben.


